19. Juni 2016

Stadtradeln 2016


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Auch wenn das Wetter wenig dazu einlädt, heute beginnt das dreiwöchige "Stadtradeln" in Dießen. In den kommenden drei Wochen haben wir die Möglichkeit zu zeigen, welchen Wert das Radfahren als Verkehrsmittel in unserem Ort hat.
Das Rad wird von vielen genutzt. Sei es der Schulweg, der Arbeitsweg, zu Sport, Spiel und Freizeitangeboten oder der klassische Radlausflug. Stadtradeln ermöglicht uns mal nachvollziehbar zu machen, wie viele Kilometer wir fahren.

Wer ein Smartphone besitzt, kann die kostenlose Stadtradel App in seinem Store (hier android und iOS runterladen.

Es gibt auch eine App für 1,99 €. Die habe ich mir vor langer Zeit zugelegt. Mit der kann ich einfach die geradelte Strecke aufzeichnen und meine zurückgelegten Entfernungen werden automatisch hochgeladen.

Also liebe Dießener, zeigt, dass wir eine Rad fahrende Gemeinde sind und sammelt mit uns Kilometer. Schließt euch zu Teams zusammen oder dem "Offenen Team Dießen" an!

17. Juni 2016

Noch eine Zahl

Wenn wir uns mal besinnen wollen, worum es hier geht, möchte ich eine bemerkenswerte Zahl anbringen:
1.410 €
Das ist ungefähr die Summe, die eingespart wird, wenn die Wolfsgasse auf eine Breite von 3,50 m statt 3,80 m ausgebaut wird.

Die RASt 06 sieht im Begegnungsverkehr 3,80 m vor. Die "Sicherheitstechnischen Anforderungen an Straßen und Fahrwege für die Sammlung von Abfällen" fordern ohne Begegnungsverkehr (Einbahnstraße) eine Mindestbreite von 3,55 m.

Kann man denn wirklich eine Straße bauen wollen, bei der von vornherein feststeht,

  • dass sie rein formell nur als Einbahnstraße genutzt werden kann (was bedeutet, dass die bereits erschlossenen und von den Anliegern gezahlten Parallelstraßen entsprechend mehr Verkehr haben sollen), 
  • dass das Müllauto und andere LKW nicht mehr ohne weiters durchkommen, 
  • dass von vornherein das Überfahren der Ränder eingeplant wird, 
  • dass Radfahrer, Fußgänger usw. bei jedem Auto was kommt auf den Randstreifen ausweichen müssen (Auch ihr Wolfsgassler verändert euch und braucht vielleicht mal einen Rollator oder schiebt einen Kinderwagen)
Wird die Fahrbahn nur in den Bereichen auf 3,50 m verschmälert, wo sie momentan mit 3,80 m geplant ist, also außerhalb der Ausweichstellen entspricht dies einer Flächendifferenz von ca. 50 m2 gegenüber der Planung, dabei ergibt die Einsparung also 50 m2 x 23,69 €/m2 = 1.185 € netto = 1.410 € brutto (entspricht ca. 0,6 % der Gesamtkosten Straßenbau)

Sollten wir als Gemeinde uns auf diesen Deal mit der schmaleren Straße einlassen, kann Einspruch erhoben werden, dass die Straße nicht "den Regeln der Technik gemäß" (RASt 06) ausgebaut wurde. Dann heißt es entweder aufreißen und verbreitern oder die Gemeinde bleibt auf den Kosten sitzen. Was z.B. dem gemeindlichen Jugendetat für sechs Jahre entspricht.

12. Juni 2016

Quer-Nachlese Update

Fundstück in den Kommentaren zum Quer-Filmchen:
Screenshot der Kommentare zur Sendung vom 9.06.2016
Sehr geehrter Herr Morandell,

auch oder besser gerade ein Bürgermeister kann nur mit einer Baugenehmigung bauen. Diese erteilt grundsätzlich das Landratsamt. Der Bau- und Umweltausschuss in Dießen kann lediglich sein Einvernehmen erteilen. Versagt er es, kann das Einvernehmen vom Landratsamt ersetzt werden. Passiert manchmal.
Dass in der Causa Kirsch vom Umbau über den Zaun bis zur Garage alles rechtens zugegangen ist, hat Herr Deussing für seinen Artikel am 5.04.2016 in der Süddeutschen Zeitung im Landratsamt erfahren. Dieses permanente Wiederholen von Behauptungen, die längst widerlegt sind, grenzt schon an üble Nachrede*. Als Gemeinderätin fühle ich mich davon betroffen, da Sie mir und meinen Ratskolleginnen und -Kollegen permanent unterstellen, dass wir gegen geltende Gesetze verstoßen bzw. wir sie beugen.

Wie die Gemeinde sind auch das Internet und die Medien kein rechtsfreier Raum!

Petra Sander

*§ 186 Strafgesetzbuch

Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.